Straßenbilder Kubas

In der Hoffnung, dass der historische Charme noch etwas erhalten bleibt, präsentiert sich aktuell jenes Bild, welches seit Jahrzenten fast unverändert erhalten geblieben ist.
Überraschend gute Nationalfernstraßen, auf denen nicht nur amerikanische, sondern auch osteuropäische Nostalgiefahrzeuge unterwegs sind, bilden das Alltagsbild. Wie sich so manches neueres süd/osteuropäisches oder ostasiatisches Fahrzeug hierher verirrt hat, bleibt wohl reine Spekulation.
Wer die Augen für Details öffnet, wird bald verstehen, dass über die Jahre viel „gebastelt“ werden musste.

Ikarus

Ikarus „Personenanhänger“ im Busterminal

Einmal fährt man mit einem amerikanischem dieselbetriebenen Cuba Taxi mit, welches original eigentlich einen Benzinmotor haben müsste, an der nächsten Ecke sind Pferdekutschen mit Lada-Fahrzeug-Untersatz zu erblicken, dann wieder sieht man „Personenanhänger“ aus alten ungarischen Ikarus-Bussen zusammengeschweißt, die an einer Lastkraftzugmaschine angebracht sind. (s. Foto) Der Phantasie der Mechaniker sind hier augenscheinlich keine Grenzen gesetzt.

Auf den holprig und gemächlich wirkenden Kopfsteinpflasterstraßen in vielen Innenstadtgassen wie z.B. in Havanna und Trinidad kann man beobachten, wie zu Hauf letztendlich selbst für kubanische Verhältnisse schrottreife Karossen dahinrosten. Die zum Teil nicht mehr bereiften Fahrzeuge, die durch die relativ hohe Feuchtigkeit und Salzgehalt der Luft gemächlich in die Jahre gekommen sind, sind bei Kindern und Hobbymechanikern durchaus sehr beliebt und scheinbar dann doch noch irgendwie zur Ressourcennutzung zu gebrauchen.

An den Häuserfronten sind immer wieder größere und kleinere Zeichnungen und Schriften der längst vergangenen Che Guevara Revolution und den Miami Five zu sehen, dass die Menschen vom Inland immer wieder an die Heldentaten der alten Zeiten erinnern soll, mit denen sich die meisten Personen scheinbar gut identifizieren können.

Seitenstraße Havannas

Seitenstraße Havannas

Die meisten Einheimischen begegnen einem mit echtem Stolz und karibischer Lebensfreude. Auch wenn die Straßen selbst in großen Städten nachts stockfinster sind, ist das Einzige woran man sich sicher orientieren kann, die großen beleuchteten Revolutionswerbungen.
Ein Erlebnis ist es, mit einer der Pferdekutschen mitzufahren, mit denen Material, als auch Menschen transportiert werden. Der Fahrpreis ist für Touristen verhandelbar in Cubano Convertible (cuc)
Große Strecken und viele Kilometer in kurzer Zeit dank guter Hauptverbindungsstraßen, legt man am besten mit Viazul (Staatliches Unternehmen) zurück. Die modernen Großraumbusse mit blauen Streifen oder Wellen an der Seite lassen sich in allen größeren Städten in Reiseagenturen buchen. Abgeholt wir man an den jeweiligen landestypischen Busterminals nahe der jeweiligen Stadtzentren.

Seit einigen Jahren werden immer mehr Anlegestellen für Speedboote an denen US-Bürger aus Miami und Key West ankommen errichtet, (Shoppingtourismus: Tabakwaren, Alkohol) da diese bisher nicht direkt per Flugzeug nach Kuba einreisen dürfen.

Malecón in Havanna

Malecón in Havanna

Es ist nicht zu erkennen, wie lange man noch dieses, für uns ungewohnte Bild erleben kann, lohnt sich ein Besuch auf dem bodenständigen Inselstaat in jeder Zeit des Jahres.

Trinidad

Trinidad

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 Москви́ч-Moskwitsch

Москви́ч-Moskwitsch

Havanna Zentrum

Havanna Zentrum

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Danke für das Interesse meiner Berichte. Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung :-)

Veröffentlicht am 16. November 2014 in Amerika, Kuba und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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